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Moravia ein Blatt zur Unterhaltung, zur Kunde des Vaterlandes, des gesellschaftlichen und industriellen Fortschrittes, 1848

Moravia ein Blatt zur Unterhaltung, zur Kunde des Vaterlandes, des gesellschaftlichen und industriellen Fortschrittes. Noviny Moravia byly vydávány v letech 1838-1848.

Moravia, Brünn, 23. března 1848, č. 36, s. 143:


Brünner Portefeuille.

* Seit einiger Zeit beginnen die Nationalgardisten neben oder unter den weißen Cocarben am Hute auch noch bie Buchstaben N. G. nach dem Beispiele Wiens, zu tragen. Andere tragen die Buchstaben N. G. in einem Strahlenkränze, und über selben den österreichischen Doppeladler; das ganze Emblem ist aus dünnem, weiß lackirtem Holze geschnitten, und von der Erfindung des Hrn. Einsler.

* Die weißen Cocarden und Schleifen beginnen hie und da mit rothen Rändern getragen zu werden, dieß sind die mährischen und böhmischen Landesfarben. In Steiermark trägt man sie, wie wir hören, weiß und grün; in Ungarn roth und grün. Wenn es so fort geht, wird wohl jede Stadt, ihre eigene Cocarde tragen. Wo bleibt dann das Symbol des einigen Oesterreich, weiß, die Farbe aller Farben?

* Ein ehrlicher Landmann kam unlängst in die Stadt und sah mit Verwunderung die weiße Cocorde aus jeder Kopfbedeckung, die weiße Schleife bei Jedem im Knopfloche. Staunend fragte er nach der Bedeutung des ihm unbekannten Abzeichens. Man erklärte ihm die Sache. "Wenn dem so ist," meinte er, in eine Bandhandlung tretend, "so verkaufet mir auch etwas von dieser Constitution!"

Moravia, Brünn, 13. dubna 1848, č. 45, s. 179:

Brünner Portefeuille.

(...)

* Die schwarz-gold-rothe Cocarde beginnt man hier immer häufiger zu tragen. Solche Fahnen wehen bereits von mehren Privatgebäuden. Sie ist vorläufig nicht so sehr als Ausdruck des Anschlußes zu Deutschland anzusehen, da wir sie selbst bei slawischen Mährern sehen, vielmehr bedeutet sie häufig das Abzeichen der mährischen Repealer (Gegner der mährisch-böhmischen Union). Uebrigens ist die schwarz-gold-rothe Cocarde auch für den Mährer sehr wichtig. Schwarz und gold sind die Farben des Kaiserthumes Oesterreich, dem jeder gesinnungsvolle Mährer, der es mit seinem Vaterlande wahrhaft aufrichtig meint, stets treu bleiben muß, und wird; gold und roth sind aber auch die Farben Mährens, denn sein Wapenschild ist ein gold und roth geschachter Adler im himmelblauen Felde, und die mährische Tricolore wäre also Gold, Roth, Blau. Weiß und roth sind die Farben Böhmens, das im Wapenschilde einen weißen Löwen im rothen Felde führt. Schwarz, Gold, Roth, ist sonach nicht bloß die deutsche, sondern auch die österreichisch-mährische Cocarde, und kein Mährer, der sich für den innigen unmittelbaren Anschluß Mährens an das Kaiserreich ausspricht, darf, selbst wenn er nicht für Deutschland wäre, Bedenken tragen, Schwarz, Gold, Roth anzunehmen. Blau als Farbe des mährischen Banners würde die vierte Farbe bilden, wenn vierfärbige Cocarden üblich wären. F — f.

Moravia, Brünn, 11. července 1848, č. 83, s. 328:


Brünner Portefeuille.

(...)

* Am 9. Juli bezog die Nationalgarde zum ersten Male die neue Hauptwache im Kaunitz'schen Hause. Wahrlich das ist eine Hauptwache, die muß man loben! Eine auständig decorirte Reihe von Zimmern, theils für die Wachmannschaft zur Rast mit feinen schwellenden Lotterbettlein, theils zu den Sitzungen des Verwaltungsrathes, theils für die Dienstgeschäfte der Nationalgarde vorgerichtet, begrüßen freundlich den Eintretenden, während von Außen ein Schranken zum Anlehnen der Gewehre sammt Schilderhaus in mährischen Farben, gelb und roth, die Bestimmung der Localität anzeigt. — Wenn es nur schon auch mit dem Uniformiren der Garden vorwärts ginge, es gibt noch gar Viele, die der vollkommenen Ausrüstung entbehren.


Moravia, Brünn, 3. srpna 1848. č. 93. s. 368.

Journal - Revue.

Telegraph. In den ersten Tagen des verflossenen Monats Juni war eine zahlreiche Deputation von Wiener Garden hier um den Brünnern für die Sympathien, die sie bei jeder Gelegenheit für die Residenz an den Tag legten, zu danken, und ihnen bei dieser Gelegenheit eine Fahne zum Andenken zu übergeben. Als Erwiederung hierauf ging am 30. Juli von hier eine Deputation von mehreren Hundert Nationalgarden, Bürgern und Studenten mit einem Extra-Train nach Wien, um den Wiener Brüdern gleichfalls eine Fahne zu überbringen. — Diese Fahne, die bereits durch einige Tage zur öffentlichen Besichtigung auf der Hauptwache der Nationalgarde hier ausgestellt war, und die, nebenbei gesagt, ein Meisterwerk der Goldstickereien genannt werden kann, ist von weißem Gros de Naples, am Rande herum mit goldgestickten Blättern verziert und reich mit Goldfransen umgeben. Auf der einen Seite sind mit Gold die Worte: "Anerkennung für den 13. 14. März, den 15. und 26. Mai 1848" gestickt, umgeben von einem goldenen Lorbeerkranze. Auf der andern Seite das mährische Wappen mit dem Namenszuge F. III., in Bezug auf die von diesem Kaiser uns Mährern verliehenen wichtigen Privilegien. Die Fahne ist mit zwei kostbaren Bändern geschmückt, welche auf einer Seite die österreichen Farben „weiß und roth," auf der andern die mährischen Farben, „roth und gelb" zur Schau tragen. Die mit Gold gestickten Devisen dieser Bänder sind folgende : Am ersten Bande auf der mährischen Seite: „Freiheit, Gleichheit, Recht, Einigkeit," auf der österreichischen Seite: „In der Einigkeit ruht die Kraft und Stärke." Am zweiten Bande auf der mährischen Seite: „Den Wahrern der Freiheit, die dankbare Nationalgarde Brünns." Auf der österreichischen Seite: „Freiheit ist das heilige Gesetz der Menschheit." Das reichverzierte vergoldete Kränzlein ist mit zwei gold-rothen Quasten behängen, die Fahnenstange mit den mährischen Landesfarben, gelb und roth bemalt. Die ganze Fahne ist wirklich sehr schön, nur hat sie meiner Ansicht nach, ihrem Zwecke zu Folge, nämlich als ein Geschenk der Brünner für die Wiener, den Fehler, daß sie nicht hier, sondern in der Residenz verfertigt wurde. Beim Sticken der Fahne in Wien hat sich auch ein sonderbarer Fehler eingeschlichen, welcher natürlich verbessert werden mußte. Der Sticker machte nämlich am zweiten Fahnenbande, auf der mährischen Seite ein e statt eines a und so hieß es statt „den Wahrern der Freiheit" — „den Wehrern der Freiheit." Wäre nicht übel diese Vokalveränderung, nur müßte dann die Fahne statt an unsere treuen tapferen Wiener Brüder, an die Schwarz-gelben nach Innsbruck oder Ischl gesendet werden. M. Illisch.

Moravia, Brünn, 7. září 1848. č. 108. s. 400.


Berichte aus der Heimat.

Auspitz. Am 20. August d. J. konnte man in dem hiesigen Städtchen eine ganz besondere Bewegung wahrnehmen. Von Fern und Nahe hatte sich eine außerordentliche Volksmasse herangedrängt; denn es war bekannt geworden, daß an diesem Tage eine Wiener Deputation der Nationalgarde eine Fahne überbringen werde.

In der That langten zu diesem Zwecke 37 Vertreter der sämmtlichen Gardebranchen mit dem vormittägigen Personenzuge auf der Saitzer Station an, welche sofort auf bereit gehaltenen Wägen nach Auspitz fuhren.

Die Garde des Städtchens war in Parade auf dem Platze, nebenan die Musikbande aufgestellt. Der Deputation ging bloß ein Zug von 36 weiß gekleideten Mädchen, mit den mährischen Farben geschmückt, unter Anführung zweier Garden und dem Vortritte einer zweiten wohlgeübten Musikbande, ferner einige anwesende Brünner Garden auf angemessene Entfernung entgegen.

Die abgestiegenen Deputirten bewegten sich nun im wohlgeformten Zuge, von einer imposanten Volksmenge begleitet, mit der entfalteten prächtigen Fahne der Stadt zu. Auf dem Platze angekommen, erfolgte nach einer kräftig gehaltenen Rede die feierliche Uebergabe des wirklich herrlichen Paniers, worauf die Deputation in der Stadtkirche einem solennen Gottesdienste beiwohnte, unter dem die gewöhnlichen Dechargen abgefeuert und mit Pöllerschüßen erwiedert wurden.

Nach beendigtem Hochamte defilirten sämmtliche Garden bis vor das Rathhaus, worauf die Volkshymne, sodann das Volkslied: ,,Was ist des Deulschen Vaterland" mit wahrer Begeisterung von der Menge abgesungen wurde. Die Fahne blieb sofort am Wachtposten der öffentlichen Schau ausgestellt.


Dieß Brutergeschenk, Tags zuvor in der Kirche zur hl. Ursula in Wien feierlichst geweihet, ist herrlicher Arbeit, von weißer Farbe, und zeigt auf einer Seite im Lorbeerkranze: „13. 14. 15. März 1848;" die Enden halbarabeske Stikerei und schwere Fransen, alles von schwerem Golde und mit wahrer Kunstfertigkeit von dem Convente der WW. EE. Frauen Ursulinerinnen unentgeltlich und auf das herrlichste gestickt. Die Fahnenstange ist roth mit Silber gehalten, auf gleiche Art eines der Fahnenbänder gestickt mit den Worten: „den Brüdern in Auspitz im Namen der Wiener;" das andere enthält Gold im Weiß die Worte: „Für Gott, Kaiser und Vaterland;" und: „Gestickt vom Convent bei St. Ursula." Die ganze Feier dieses, für Auspitz unvergeßlichen Tages, war durch das schönste Wetter begünstiget.

Jos. Christen,
Garde der 1. Compagnie in Auspitz.

Moravia, Brünn, 23. listopadu 1848, č. 141, s. 532:

Die Volkstribune

Proßnitz (Forts.) Nach dieser beiderseitig eingenommenen Position erschienen um 1/4 10 Uhr 24 festlich gekleidete Jungfrauen bei der Frau Fahnenmutker und begleiteten dieselbe nach geschehener Aufwartung und Bewillkommung, zu den für sie vor dem Altare errichteten Ehrenplatz und umstanden dieselbe gleichfalls als eine Ehrenwache. Der Anblick dieser festlich gekleideten Mädchen (sie hatten Schärpen und Kränzen in den Landesfarben) gewährte wahrhaftig einen schönen Anblick.

Hierauf machten vom Altare aus bis zu Hause des Herrn Bürgers Habel (allwo die Fahnenbestandtheile aufbewahrt waren) , eine Abtheilung der Nationalgarde eine doppelte Spalier, durch welche sich drei Herren Nat. G. Officiere als Deputation mit dem Hrn. Fahnenjunker in das benannte Haus begaben, um die Fahnentheile unter Mitbegleitung der mit Schärpen und Kränzen ebenfalls in Landesfarben festlich gekleideten Jungfrauen (Stickerinnen der Adlerseite) auf den Festplatz zu übertragen.

Nach geschehener Uebertragung und Deponirung der Fahnentheile aus den decorirten Tisch, erschien Se. Hochw. der Hr. Dechant und Stadtpfarrer Johann Hundsfeld mit dem hochw. Clerus auf dem Festplatze vor dem Altare und nahmen die für sie errichteten Ehrenplätze ein.

Nun bestieg der hochw. Hr. Garde-Kaplan P. Carl Sicha die im Quarre errichtete Kanzel und hielt auf freiem Platze eine die Festlichkeit betreffende kräftige Rede in böhmischer Sprache, in welcher er im 1. Theile von der österr. Freiheit auf der historischen Grundlage der Gesammtmonarchie mit Habsburg, und im 2. Theile auf der Grundlage der stäatsbürgerlichen und Nationalitäts-Gleichberechtigung sprach; nach welcher Beendigung um 1/2 12 Uhr ein solennes Hochamt abgehalten wurde, wobei Eiblers 5te Messe unter der Direction des Hrn. Jos. Fogt mit einer wirklich ausgezeichneten Präcision aufgeführt und die vorschriftmäßigen General-Dechargen und Pöllerschüsse abgefeuert wurden.

Nach geendigtem Hochamte um 3/4 1 Uhr wurde die heil. Handlung der Fahnenweihe vorgenommen, worauf die Nägeleinschlagung unter wahrhaft patriotischen Sprüchen begann.

Nach Beendigung der Nageleinschlagung wurde die neu geweihte Fahne durch Hrn. Dechant in kurzen aber sehr kräftigen Worten dem Hrn. Bataillons-Commandanten übergeben, welcher diese, nach gehaltener Gegenrede, in Begleitung der Frau Fahnenmutter, des pens. Hrn. Generalmajors Zagiczek v. Kehlfeld, mehrerer Herren Officiere von Wallmoden-Kurassier und des Erziehungshauses, des Magistrats und Commun-Repräsentanten, des Nationalgarde-Verwaltungsrathes, fremder und hiesiger Nationalgarde-Officiers und der Festjungfrauen vor das in Parade ausgestellte Garde-Bataillon trug und sie nach bedeutungsvoll gesprochenen Worten dem Hrn. Fahnenträger übergab, worauf ein Te Deum unter ausgezeichnet abgefeuerten General-Decharge und Pöllerschüßen abgehalten wurde.

Da es schon zu spät war (3/4 2 Uhr) so wurde die beiden in meiner „Erinnerung" an die Fahnenweihe abgedruckten Fahnenlieder nicht abgesungen.

Nach dem Te Deum defilirtcn zuerst das Nationalgarde-Bataillon unter klingendem Spiele mir der neugeweihten Fahne und nach diesem die obenbemerkte Bauern-Cavallerie vor der Honoration. (Schluß f.) 

Zlatě a stříbrně a stříbrně a modře šachovaná orlice coby (nesprávný) popis znaku Moravy

Mezi popisy šachování orlice ve znaku Moravy zaujme i případ, kdy je popisováno jako zlaté a stříbrné. S touto možností se ve své práci k moravskému znaku vyrovnával už Karel Ferdinand von Schertz, Mährisches Landes=Wappen Aus der Historie Und Herolds=Kunst Illuminiret. Nürnberg, in Verlegung Johann Ziegern (Gedruckt bey Christian Sigmund Froberg), 1699, což je v jednom letáku propagujícím vyvěšování moravské vlajky v barvách žluté a červené (a tím pádem se stavícím i k dějinám moravského znaku) podáváno stručně jako "1699 - Jistý anonym tvrdí, že má být moravský znak zlatě a stříbrně šachovaný, dovolávaje se privilegií.". V celém znění je Schertzovo přiblížení této záležitosti, se kterou se srovnal rychle poukazem na pravidla heraldiky, v příslušné pasáži podrobnější, rozsáhlejší:

"Diesem aber ist entgegen ein gewisser, im verwichenen Jahr ausgegangener, Anonymus, vorgebend: Ob waere des Maehrenlands Wapen, nicht ein roth und silberner, sondern ein gold und silberner, in Form der Schach-Steine, gewuerffleter Adler, wie solches der Inhalt Maehrischer Privilegien mit bringet, dem er, wie ich dafuer halte, in einer vielleicht uebel - geschriebenen Abschrifft muβ gelesen haben; Dann das Original-Privilegium ist, seiner aussage, meines besseren Wissens, widerstaendig; Zu geschweigen, daβ zwey Metallfarben, als das Gold und Silber, oder gelb und weiβ, in ein wapen sich nicht wol schicken. Dieses ist ein Heroldischer Lehr-Satz, wovon Boecklers Wapen oder Herold-Kunst. Part. 13. Es strauchlet auch in Beschreibung des obhandenen Wapens Stranskii in Rep. Bojem. c. 7."

"Proti tomu je ale jistý v minulém roce vydaný anonym tvrdící: že prý znak země Moravy nebyl červený a stříbrný, ale zlatý a stříbrný, kostkovaná orlice v podobě šachových kostek, jak to přináší obsah moravských privilegií, který on, jak se domnívám, musel přečíst v pravděpodobně špatně napsaném opisu. Neboť originální privilegium si, podle jeho vyjádření, podle mého nejlepšího vědění, odporuje. Tím spíše, že dva kovy (kovové zbarvení), jako zlato a stříbro, nebo žlutá a bílá, se v jednom znaku dobře nehodí. Toto je heraldická poučka, o čemž Boeckler: Wapen oder Herold-Kunst. Part. 13. V popisu stávajícího znaku se také dopouští chyby Stránský v Respublica Bojema, c. 7."

Poznámka: De Provinciis Coronae unitis, kapitola 7, s. 322. - podkapitola II. Moravia ..., s. 323-324:

Pavel Stránský ze Záp, Respublica
Bojema (Respublica Bohemiae)
- O státě českém (Český stát), 1643


"Insigne regionis publicum, est aquila tessel-
tessellata, alba & caerulea, capite coro-
nato"



caeruleus = modrý

Městská knihovna v Praze vydala v roce 2018 překlad děl Pavla Stránského Český stát a Okřik. Znění textu vyšlo z díla Český stát. Okřik, jak bylo vydáno Státním  nakladatelstvím krásné literatury, hudby a umění v Praze v roce 1953. Text byl pro potřeby vydání Městské knihovny v Praze redakčně zpracován. S textem výše si překladatel Bohumil Ryba (s. 180) poradil takto: "Obecný znak země jest orlice bíle a modře šachovaná, s korunou na hlavě", což (dodáváme) není pravda.

Schertz, který znal i jiné případy nesprávného popisu moravského znaku, se tedy domníval, že k takovému popisu (zlato-stříbrné šachování) onem anonym musel dojít čtením snad špatně napsané kopie privilegia.

Jiným tentokrát pozdějším příkladem zkomoleného popisu znaku je text otištěný v práci Clauda Françoise Chazota De la gloire de l'aigle ze začátku 19. století. Pole štítu proti veškerému očekávání najednou není popsáno jako modré ale stříbrné.

Ludwig Albrecht Gebhardi, Geschichte aller Wendisch-Slavischen Staaten, 1797

Ve čtvrtém svazku práce Ludwiga Albrechta Gebhardiho, Geschichte aller Wendisch-Slavischen Staaten, obsahujícího dějiny Moravy a Slezska z roku 1797 vidíme na stranách 62-63, kde se v části díla (Geschichte des Staats Maehren) pojednává o moravském zemském znaku, že datum 7. září 1462 se jako čas vydání Fridrichovy listiny objevuje už na konci 18. století a je pečlivě opisováno, a dále pak, že autor měl nastudovánu Monseho práci o moravském znaku (Josef Vratislav Monse, Historischer Versuch über das Landeswappen des Markgrafthums Maehren, Olomouc, 1792), kterou cituje jako zdroj informace v poznámce o tzv. Fridrichovu privilegiu.

Od pouhého zmiňování tohoto tzv. polepšení moravského znaku to byl už jen krůček (pár let) k posunu v logice a tvrzení v historické literatuře k dějinám Moravy, že se jedná od Fridrichovy (Bedřichovy) doby o ten jediný pravý a správný znak Moravy, viz Ignaz von Mehoffer, Erdkunde der Markgrafschaft Mähren mit vorzueglicher Rücksicht auf Natur- und Kunsterzeugnisse als Huelfsbuch für Lehrer und Schulen des Vaterlandes mit einer Vorrede und der Selbstbiographie des Verfassers, nach dem gegenwärtigen Zustande berichtigt und vermehrt herausgegeben von J. J. H. Czikann. Brünn, bey Joh. Georg Gastl, 1814.

Uvedený tisk z roku 1814 ale nejspíš není časově první. Uvažujme již o roku 1800, i kdyby mělo jít jen o práci, která zůstala v rukopise. Předpoklad pro přepsání knih (učebnic) byl splněn nejpozději na konci 18. století.

Geschichte aller Wendisch-Slavischen Staaten. Von Ludwig Albrecht Gebhardi, Königl. Großbrit. und Churf. Br. lueneb. Rath und Professor der Ritteracademie zu Lueneburg, Vierter Band, welcher die Geschichte von Maehren und Schlesien enthaelt, Hulle, bey Johann Jacob Gebauer, 1797.

Geschichte des Staats Maehren, s. 62-63

Maehrisches Wappen

Sein Wapen war ein Adler, und er waehlte dieses Bild entweder in der Absicht, um seine teutsche Reichsstandschaft dadurch bemerklich zu machen, denn alle teutsche Markgrafen ließen den Adler, den sie als Reichs-Graenzvertheidiger in ihrem Paniere fuehren mußten, auf ihr Schild mahlen, oder er erbte es auch als ein boehmisches Stammwapen, weil bis zu seiner Zeit der Adler das boehmische Wapen war, und erst von seinem Bruder mit dem Loewen vertauscht wurde s).

Der

s) Daß der Adler in Przemysl Ottokars Siegel vom Jahre 1234 auf die boehmische Abstammung deuten soll, wird dadurch wahrscheinlich, daß der Markgraf Przemysl Ottokar II. 1242 nicht ihn sondern den neuen boehmischen Loewen in seinem Siegel gebrauchte. Der Kaiser Friedrich III. gab am 7. September 1462 den maehrischen Landstaenden ein neues Wappen, als eine Belohnung ihrer Treue, oder veraenderte vielmehr den roth und silbernen Schach des Adlers in einem blau und gueldenen Schach. Aber die Landstaende behielten das alte Wapen bey. S. des Hr. v. Monse Abhandlung vom maehrischen Landeswapen in den neueren Abhandlungen der k. k. boehmischen Gesellschaft der Wissenschaften, II. Band S. 41 u. f.

Der Koenig Wenzeslav II, ein Enkel seines Bruders, verwandelte sein Wappenbild in ein Landeswappen, und weil er in seinem Siegel mehrere Adler fuehrte, so ließ er den maehrischen Adler mit einem rothen und weißen Schache ueberziehen, welchen er seitdem behalten hat.

Oscar Freiherr von Sommaruga, Das Wappen der Markgrafschaft Mähren, in: Jahrbuch der k. k. heraldischen Gesellschaft Adler, 1875

Das Wappen der Markgrafschaft Mähren. Von Oscar Freiherrn von Sommaruga.

Es ist eine leider nur zu bekannte Thatsache, daß oft wesentliche Aenderungen und Entstellungen von Wappen nicht nur dem Umstande zuzuschreiben sind, daß diejenigen, denen dieselben angehören, ihr ursprüngliches Stammwappenbild ganz unrichtig auffaßten und auf diese Weise im guten Glauben ein falsches Wappen führen, sondern, daß auch von Seite der kompetenten Behörden nicht stets mit der gehörigen Kritik zu Werke gegangen wurde und so, nebst zahlreichen geschichtlichen Notizen, welche durch eine strenge Beweisführung selten erhärtet werden können, auch häufig unrichtige Wappen-Blasonirungen in den Diplomen Aufnahme gefunden haben, und solchen Irrthümern die, bei der Verknöcherung unserer modernen Heraldik gefährliche diplomatische Anerkennung verschafften.

Seltener kömmt es vor, daß Personen die Richtigkeit des von ihnen geführten Wappens diplomatisch zu erweisen verhalten werden, so sehr wünschenswerth dies auch vielleicht manchmal an und für sich wäre, und begnügt man sich zumeist damit, daß im gegebenen Falle der Beweis des beanspruchten Adelsgrades erbracht wird.

Einen interessanten derartigen Prozeß hatte das Wappen der Markgrafschaft Mähren zu bestehen, dessen Kenntniß wir den sehr gütigen Mittheilungen des unserem Vereine als Mitglied angehörenden mährischen Landesausschußes verdanken. - Die Veranlassung hiezu war das mit Erlaß der vereinigten Hofkanzlei vom 22. August 1836, Z. 21911 allen Länderstellen bekanntgegebene kaiserlich österreichische große Wappen, in welchem oben zur Linken als das Wappen der Markgrafschaft Mähren im blauen Felde ein von Weiß und Roth geschachteter und gekrönter Adler erscheint.

Nachdem die mährischen Stände laut des Privilegiums Kaiser Friedrichs IV. dato Klosterneuburg den 7. December 1462 dahin begnadigt wurden, daß sie in dem mährischen Landeswappen anstatt des bisherigen roth und weiß geschachteten Adlers einen von Gold und Roth geschachteten Adler in blauem Felde führen können und sollen, dieses Privilegium ferner auch jenen beigezählt wurde, welche vom Kaiser Ferdinand II. am 26. Juni 1628 confirmirt und bei allen nachfolgenden Krönungen in Böhmen bestätigt worden sind und diese Urkunde demnach den gesetzlichen und historischen Rechtstitel des seither giltigen mährischen Landeswappens bis auf den heutigen Tag bildet, so wendeten sich die mährischen Stände damals, im Jahre 1838, unmittelbar an ihren früheren Chef und Mitlandstand, den obersten Kanzler Grafen Friedrich Mittrowsky, um von ihm die nähere Auskunft hinsichtlich der Aenderung des Landes-Wappens von Mähren in dem Staatswappen zu erlangen. Hierüber erfolgte das Hofkanzlei-Präsidial-Schreiben vom 7. April 1838, in welchem ausdrücklich ausgesprochen wurde, daß es keinem Bedenken unterliegen könne, das Landeswappen in der Art zu führen, wie es geschichtlich allgemein anerkannt zur Zeit des Landeshauptmannes von Lippa durch das Privilegium vom 7. December 1462 den Herren Ständen gestattet wurde. Zugleich wurde das Bedauern ausgesprochen, daß in dem Allerhöchsten Staatswappen, welches anno 1836 neu aufgenommen und publizirt worden, aus Versehen die Abbildung des mährischen Landeswappens nicht mit diesem Privilegium übereinstimmend eingeschaltet worden sei, zugleich aber auch bemerkt, daß eine Abänderung des erst ganz neu ausgefertigten, in sämmtlichen österreichischen Staaten kundgemachten, und von allen österreichischen Gesandtschaften gebrauchten Staatswappens nicht gleich zu erzielen zei.

Die vereinigte Hofkanzlei beschäftigte sich damals eben damit, in Folge von mehreren Seiten vorgekommenen Anfragen die einzelnen Länderwappen in Wege der betreffenden Behörden zu constatiren, um für die künftige Construirung eines neuen Staatswappens die entsprechenden Materialien gesammelt zu haben. Zu diesem Behufe wurde im Mai 1838 auch von den mährischen Ständen ein instruirter mit den betreffenden Dokumenten und Verhandlungen belegter Bericht über das mährische Landeswappen abgefordert, und da dieser Erlaß leicht zu einer irrthümlichen Auffassung Anlaß bieten könnte, so fand sich das Hofkanzlei-Präsidium bewogen, in dem Erlasse vom 26. Okt. 1838 Z. 1529 zu bemerken, daß es nicht in der Absicht der vereinten k. k. Hofkanzlei gelegen sei, das Original-Privilegium über das den mährischen Ständen zustehende Landeswappen abzuverlangen, denn das Recht zur Führung des nachgewiesenen im Gebrauche stehenden Wappens sei nicht in Zweifel gestellt, wenngleich dasjenige mährische Wappen, welches in dem dermaligen von der geheimen Hof- und Staatskanzlei entworfenen Staatswappen aufgenommen ist, damit nicht übereinstimmt.

Nachdem der mährische Landesausschuß auch im Jahre 1849 mit Hinweisung auf die Vorverhandlungen unmittelbar an das Ministerium des Innern die Bitte gestellt hatte, wegen Richtigstellung des mährischen Landeswappens bei der Construirung des neuen Staatswappens das erforderliche veranlassen zu wollen, und diese Bitte von diesem k. k. Ministerium an jenes des Aeußeren zur geneigten Beachtung geleitet worden war, wurde der mehrerwähnte Landesausschuß gleichwohl im Jahre 1854 verhalten, die das Landeswappen betreffenden Reclamationen zu begründen.

Diesem Auftrage kam derselbe auch mittelst Note an die mährische Statthalterei dato 22. Februar 1854, Z. 566 in umfassender Weise nach.1)

Im Jahre 1871 war das mährische Landeswappen neuerdings Gegenstand einer Erklärung, welche über die Anfrage des slavischen Gymnasiums zu Olmütz, ob es die ihm geschenkte Fahne mit dem mährischen Landeswappen annehmen dürfe, erfolgte. Der auf derselben erscheinende Adler war nämlich irrthümlich roth und weiß geschachtet, und die Direction des genannten Gymnasiums erbat sich die Erklärung, ob dies das richtige mährische Wappenbild sei, oder ob vielmehr, wie allgemein angenommen werde, der Adler roth und gold geschachtet sein soll.

Die Entscheidung erfloß im Gegensatze zu obigen Hofkanzlei-Präsidial-Erlässen, welche zwischen dem richtigen Landeswappen und jenem, welches als mährisches Wappen im großen Staatswappen erscheint, scharf unterschieden und trotz des Privilegiums Kaiser Friedrich IV. dahin, daß der roth und weiß geschachtete Adler als der mährische zu betrachten sei, so lange er in solcher Form im Staatswappen erscheine.

Seither ist diese Angelegenheit noch immer in der Schwebe, da seit der dualistischen Neugestalltung des Reiches die Construirung eines Wappens für die diesseits der Leitha gelegenen Reichshälfte zwar nöthig erscheint, ein solches aber derzeit noch nicht besteht.

Vom Standpunkte der Heraldik kann nach diesen mehrfachen Schwankungen in den Entscheidungen über die Richtigkeit des mährischen Landeswappens nur der Wunsch erübrigen, daß bei der offiziellen Blasonirung des neuen cisleithanischen Wappens auch diesem Privilegium, wenngleich selbes bei geänderten Zeitverhältnissen von relativ untergeordneter Bedeutung zu sein scheint, gebührende Rechnung getragen und diese Streitfrage ein für allemal endgiltig entschieden wird.2)

1) Bis hieher reichen die Ausführungen des Landesausschusses, während die später angeführten Daten hinsichtlich der Fahne des slavischen Gymnasiums in Olmütz seiner Ingerenz gänzlich entzogen worden waren.

2) Dasselbe Schicksal wie das Wappen der Markgrafschaft Mähren hat auch das des Herzogthums Krain. Auch dieses Wappen, in Silber ein blauer gekrönter einköpfiger Adler, auf dessen Brust ein von Silber und Roth geschachter Halbmond ruht, wurde durch Kaiser Friedrich IV. mittelst Privilegiums ddo. Neustadt, am Mittwoch nach St. Erhartstag 1463 dahin verbessert, daß der Halbmond von Gold und Roth geschachtet und der Adler im Schild und auf dem Helm mit einer kaiserlichen Krone gekrönt sein solle. Dieser Gnadenbrief wurde und wird gleichfalls nicht genau eingehalten und das Wappen bald so und bald so abgebildet; auch erscheint der Wappenschild des Herzogthums Krain ohne diese Verbesserungen im großen Staatswappen von Oesterreich, vom Jahre 1836, das überhaupt keine großen Heraldiker zusammengestellt haben dürften. Selbst der leidige Nationalitätenhader hat sich dieses unglücklichen Halbmondes bemächtigt. Die Slovenen, welche gerne die slavischen Farben Blau-weiß-roth im Wappen Krains prangen sehen wollten, verwarfen die Verbesserung und führen den Halbmond von Silber und Roth geschacht, während die Deutschen wieder die Verbesserung hoch halten und den Halbmond von Gold und Roth schachen. So daß man mutatis mutandis sagen könnte:

Von der Parteien Haß und Gunst verwirrt
Schwankt Weiß und Gelb in der Heraldik!

Die Redaktion.

Jahrbuch der k. k. heraldischen Gesellschaft Adler,
1875: Oscar von Sommaruga, Das Wappen
der Markgrafschaft Mähren, s. 145
Jahrbuch der k. k. heraldischen Gesellschaft Adler,
1875: Oscar von Sommaruga, Das Wappen
der Markgrafschaft Mähren, s. 146


Poznámka: Zeleně byly v textu článku zvýrazněny dvě části, které se téměř doslovně shodují s odpovídajícím textem v odpovědi moravského zemského výboru heraldicko-genealogickému spolku Adler, jejž si přál mít zemský výbor do článku doplněn.

Kraňsko byla (skutečně) podobná situace jako Morava. Čili ani de iure, ani de facto se žádný středověký, ani raně novověký pokus o změnu či (absurdní) rozdělení znaku mezi dvě entity (panovníka a stavy) zcela důsledně a jednoznačně neprojevil (nepřevážil). Věc se nacionalizovala a zviditelnila až v 19. století a bohužel zpolitizovaná trvá (na Moravě) dodnes.

Chudý a Korvínem mocensky poražený císař Friedrich (zachraňovaný Jiřím z Poděbrad) rozdával tehdy na všechny strany jen ona "politicky a diplomaticky prázdná privilegia" (za pomoc). Pouze v případě města Prahy bylo záhy potvrzeno českým králem, a hlavně vešlo ve všeobecné nesporné užívání (bez existence nějakých "variant"). To se v případě znaků zemí nestalo.

Dnes by se císař Fridrich Habsburský smál, jak kus pergamenu (kůže) způsobuje takový zmatek a hádky. Inu Habsburky oblíbené "rozděl a panuj". A pozor Habsburkové, vymřeli Karlem VI., otcem Marie Terezie (a uměli aspoň česky). Zatímco jejich dědicové (z rodu starých Franků doby Karla Velikého čili francouzsko-němečtí) vévodové Lotrinští (Habsburg-Lothringen, jak mají dnes úředně v pase/občance) počínaje Josefem II. (jehož otcem byl František Štěpán Lotrinský) a konče všemi dnes žijícími četnými potomky v Rakousku i po celém světě, už česky neumí ...

Je trapné (mylné), když politici, ale dokonce i učitelé (a učebnice) hovoří o Habsburcích (v souvislosti s rokem 1918 atd.). Ne jsou to Lotrinští ...:)

Kraňsko bylo rakouskou korunní zemí (tzv. Vnitřní Rakousko), kterým vládl císař Fridrich Habsburský.

Čili zde měl jako zeměpán přímé právo na to upravit znak jedné z jeho zemí. To že pak tinktury kolísaly (stříbrný nebo zlatý celý štít a stříbrno-červené nebo zlato-červené šachování půlměsíce/persionia modré orlice) je věc jiná, vyhrocená v 19. století (nacionalismu kraňských Němců nebo Slovanů/Slovinců).

Zatímco Moravě císař Friedrich přímo nevládl (markrabětem byl Jiří z Poděbrad, a pak Jagellonci z titulu českých králů). Podobně si Matyáš Korvín "jen" nárokoval český královský titul, protože fakticky do své smrti ovládal (vojensky) Moravu a Slezsko. A stejně tak Korvín na čas vojensky ovládl Dolní Rakousy, včetně Vídně, kde pak často pobýval až do smrti, a Štýrska čili dědičných Habsburských zemí, ale nevládl tehdy Kraňsku (rakouské korunní zemi). Tím, že Kraňsko neokupoval, nedá se předpokládat, že by měnil jeho znak ...

Slovinci to na Wikipedii pěkně přehledně popisují i zobrazují (jen s jedním chybným obrázkem v případě znaku z roku 1836, kde má být šachování půlměsíce/perisonia stříbrno-červené a ne zlato-červené, jaké je na následujícím obrázku znaku platném od roku 1849 dodnes) v hesle Grb Kranjske.

Původní znak (stříbrná orlice v modrém štítě) z erbu Andechsů.

Pak změny (obrácení tinktur a možná zlatá) po povýšení Kraňska na vévodství ve 14. století (1364).

Znak Kraňska, 1440

Kompletní zlatá od Friedricha (1462).

A problémy v 19. století. Tam mají chybný jen wiki-obrázek s nadpisem k roku 1836. Tehdy totiž i šachování půlměsíce/perisonia bylo stanoveno stříbrné.

Správně bylo tehdy navrženo takto:

Znak Kraňska, 1836

Crescentem Lunam Jovis ales ad aethera perfert:
Coelicus hujc color est, candida at illa rubet,
Crescentis Populi, & Superos pietate colentis,
Carniolae haec Fato Symbola facta putem.

Popis kraňského znaku k roku 1836.


"hierauf folgt im silbernen Felde ein gekrönter blauer Adler, auf der Brust einen in zwey Reihen von rother und Silberfarbe zehnmal geschachten Mond tragend (Herzogthum Krain);"

A především na rozdíl od Moravy, v případě Kraňska měl císař Friedrich na změnu de iure i de facto právo (nebyl moravským markrabětem, ale byl kraňským vévodou).


Josef Vratislav Monse, Historischer Versuch über das Landeswappen des Markgrafthums Maehren, 1792

Josef Vratislav Monse se ve svém díle Historischer Versuch über das Landeswappen des Markgrafthums Maehren vydaném v roce 1792 v Olomouci věnuje zvláště nejstarším dějinám moravského zemského znaku v období středověku.


Než abychom se pokusili o přepis práce, jejíž závěry pro nejstarší období také nemusejí být správné - tedy odpovídat výsledkům badatelského úsilí, které následovalo po vydání díla v 19. až 21. století, poskytneme na tomto místě laskavému čtenáři krátké úryvky vybrané z hlediska toho, co nás hlavně zajímá, a to je otázka, co bylo považováno za znak země na konci 18. století, resp. jaké barvy mělo šachování moravské orlice. Celkový přepis díla by byl na pořadu snad až časem, ale je to hodně textu na opisování, takže cesta výběru zajímavých pasáží se v současnosti jeví být přijatelnější. Josef Vratislav Monse podává popis zemského znaku již na straně sedmé. Na tom je vidět, co se tehdy považovalo za naprosto samozřejmé. Jak vypadá znak země tehdejší obyvatelé Moravy neřešili, protože nemuseli, jelikož v tom panovala shoda napříč společností. Zajímala je však historie jejich oblíbené orlice.

§. II.

Daβ unser Markgrafthum Maehren einen mit Roth und Silber geschachten und Gold gekroenten Adler auf blauen Feld im Wappenschilde fuehrt, ist allgemein bekannt. Es fragt sich aber, wo dieser geschachte Adler herkomme, wann, wo derselbe entstanden, und wie alt er seye?

"Že má naše Markrabství moravské ve štítu znaku červeně a stříbrně šachovanou a zlatě korunovanou orlici v modrém poli, je všeobecně známo."

V této době již byl text tzv. Fridrichova privilegia z roku 1462 vydán tiskem, a tak si jej ve své práci povšiml i Josef Vratislav Monse; Alexius Habrich (1736-1794): Jura Primaeva Moraviae. Brno, 1781, na str. 38-42 (včetně mědirytiny imitující miniaturu privilegia). V této době ovšem byla existence listiny známa málokomu, patrně jen těm, kdo se zajímali o edice pramenů, případně osobě pověřené správou stavovského archivu, viz Monseho poznámka pod čarou. Monse píše, že ještě nikdy na moravské šachované orlici, ani na nejstarších erbech, neviděl žádné jiné než červené a bílé kostky. V poznámce pod čarou pak k tomu dodává, že na uložení originálu Fridrichovy listiny: byl upozorněn až svým kamarádem, a to teprve poté, co už byl s psaním o tématu hotov.

§. XI.

Seit Entstehung dieses maehrischen Wappenschildes, so wie selbes auf dem Sigill des Koenigs Wenzel II. sichtbar erscheint, finde ich nicht, daβ eine Abaenderung damit vorgegangen waere. Die gelehrten Benediktiner von Raygern haben in ihren Jur. Prim. Moraviæ ein von Kaiser Friedrich IV. den Maehrischen Herren Staenden unterm 7ten Dezember 1462. ertheiltes Diplom p. 39. abdrucken lassen, vermoeg welchen die auf dem Maehrischen Landeswappen bisher bestandene weisse Wuerfeln in Goldfarb, oder blau verwandelt werden sollen, color albus in glaucum sive aureum; womit der Kaiser die wichtigen Kriegsdienste, die ihm das Markgrafthum Maehren wider seine rebellischen Unterthanen geleistet hat, belohnen wollte.

Die Geschichte von den geleisteten Kriegsdiensten bestaetigen alle gleichzeitige Schriftsteller, auch die kaiserliche Belohnung des damaligen Koenigs von Boehmen Georgs von Kunstatt und Podiebrad, seiner Soehne und des Koenigreichs Boehmen; erwaehnen aber dieser maehrischen Wappenaenderung mit keiner Silbe. Balbin in Epit. p. 527. und besonders Pessina in Marte Mor. p. 730. - 733 beschreiben diesen Zug nach Wien, und die den Boehmen dafuer ertheilten Privilegien ausfuehrlich. Pessina unterlieβ nie die haeufigen Beytraege, die er in Handen hatte, zu benutzen, und daraus Auszuege von dem Wohl und Wehe des Markgrafthums zu machen, meldet aber von dieser Wappenaenderung kein Wort. Sein Stillschweigen duerfte also hier die Aechtheit dieses Diploms einen billigen Verdacht erwecken, besonders da es sich schwer urtheilen laeβt, was diese Abaenderung der Farben fuer das Markgrafthum fuer eine Gnade und Wohlthat oder Vortheil seyn sollte. Zu dem lief auch diese Veraenderung der Farben wider die damals schon bekannten Regeln der Heraldik, bey Spener Insignium Theoria C IV. § 28. p. 118. Ich habe wenigstens an dem maehrischen geschachten Adler noch keine andere, als rothe und weisse Wuerfeln, auch auf den aeltesten Wappen, jemals gesehen. ((I.) Spener, der es doch wissen konnte, und sollte, machet in Hist Insignium P. spec. L. I. C. 9. p. 50 von dem Wappen des Markgrafthums Maehren folgende Beschreibung: Est in scuto cæruleo Aquila argenteis & rubeis tesselis variegata; cui similis galeam coronatam loco apicis premit. Laciniæ vero cocco & argento splendent. Als ich schon mit diesem Aufaβ fertig war, erinnerte mich einer meiner Bruenner Freunde, daβ es mit dem Diplom des K. Friedrichs seine Richtigkeit habe, und das Original in dem staendischen Archiv unter doppelter Sperr anverwahrt werde, und legte folgenden Auszug aus dem Repertorium der staendischen Registratur bey: "Kaisers Fridrichs Brief dessen Datum zu Neunburg 7. Septembris 1462 in welchem Er, umgeleister treuer nuetzlicher Dienste, welche daβ Marggrafthumb Maehren, alβ die Burgerschaft zur Wienn, undt Etliche aus der Ritterschaft des Herzogsthums Oesterreich wieder Ihn aufgestanden gewest, Erwiesen, Und Nebens Georgen Koenige zu Boehmen und Marggrafen zur Maehren, nicht mit geringer Kriegs Ruestung und apparatu bellico Ihme ersprieβlichen zur Huelffe khommen, daβ Marggraffthumb mit einigen Wappen, auf khuenftige Zeiten Zuefuehren, mit des Mahlerskunst gemahlet, begnadet." Wovon ich mir eine naehere Auskunft zu einer andern Zeit, und Gelegenheit vorbehalte.) Hieraus laeβt sich also schliessen, daβ, wenn auch dieses kaiserliche Privilegium seine Richtigkeit haben sollte, das Land, und die Herren Staende hievon keinen Gebrauch gemacht haben.

"Nemyslím si, že by se od vzniku tohoto moravského znakového štítu, který se stejný viditelně objevuje na pečeti krále Václava II., s ním byla bývala udála nějaká změna".

Monseho závěr je ten, že i když toto císařské privilegium je pravé, země, a stavy jej nepoužívaly.

Dílo citované v poznámce pod čarou: Philipp Jakob Spener, Historia insignium illustrium seu operis heraldici pars specialis, 1717, s. 50:


"ejus Marchionatus est in scuto cæruleo Aquila argenteis & rubeis tessellis variegata; cui similis galeam coronatam loco apicis premit. Laciniæ vero cocco & argento splendent. - ... v modrém štítu je orlice pokrytá střídavě stříbrnými a červenými kostkami; jí podobná je jako klenot na korunované přilbici. Pokryvadla září pravým nachem a stříbrem.

Popis slezské orlice v tomtéž díle, s. 51.


Philipp Jakob Spener tu v případě moravského znaku latinsky popisuje situaci erbu složeného ze štítu, přilbice, klenotu a pokrývadel, jak je moderně nakreslena na následujícím obrázku.

Autorem kresby je Antonín Javora

Listina Fridricha III. ze 7. prosince 1462

Přepis textu erbovní listiny byl poprvé publikován již v roce 1781 a pak například Josefem Kalouskem v roce 1890 a Bertholdem Bretholzem v roce 1908. Úplný odborný překlad latinského textu listiny do češtiny dosud neexistuje. Z roku 2016 pochází překlad, který si můžete z odposlechu záznamu přečíst níže za čtyřmi verzemi přepisů.

Hned zkraje si ukažme, jak se také s listinou nakládá na začátku 21. století, staletí po jejím vydání: "Dnes si připomínáme Erbovní privilegium pro Moravu ze 7. prosince 1462, vydané římským císařem Bedřichem III. Císař v této mimořádně cenné listině Moravanům dovolil, aby ve svém znaku místo orlice se šachy červenými a bílými, užívali orlici se šachy červenými a žlutými neboli zlatými. Erbovní listina byla následně uložena mezi zemská privilegia a v budoucnu opakovaně potvrzována mo­ravskými panovníky. Z figury orlice byly odvozeny také zemské barvy „zlatá a červe­ná“, kterých se používalo k výzdobě moravské zemské sněmovny nebo při pečetění dokumentů. V současnosti se znak i barvy uplatňují na moravské vlajce. Obyvatelé Moravy tak po právu užívají vznešenější zlato-červeně šachovanou orlici a z ní odvozené barvy zlatou a červenou.". K tomu se poznamenává, že privilegium, které se sice později automaticky (formálně) potvrzovalo, aniž by se znalo (četlo?), proti čemuž právně jdou jiné panovnické dokumenty stanovující státní znak, se v praxi (masově) projevilo až po roce 1848. Především ale, heraldika nezná pojem "vznešenější". Žádná heraldická tinktura (tj. zlatá, stříbrná, červený, modrá, zelená, černá) není nadřazena jiné. Ani zlatý (žlutý) kov stříbrnému (bílému). Absurditu takového tvrzení si je možno ukázat na příkladu znaků evropských království. Znaky (erby) králů Portugalska, Leonu, Itálie (pod dynastií Savojských) či Polska nebo Uherska nebo ostatně i Čech, nejsou "nižší" z důvodů používání stříbrné tinktury než znaky (erby) s tinkturou zlatou. Totéž platí pro stará vévodství či markrabství.

Není žádný důkaz o tom, že by věc císař s králem a markrabětem Jiřím "konzultoval". Je to jen spekulace, protože král se stavy tehdy vojensky "zachraňovali" císaře a v té době byli všichni v kontaktu (jednáních). Jiří očekával mezinárodní uznání a podporu císaře. Čehož mistrně zneužíval, využíval Matyáš Korvín a jiní sousedé.

Musíme si uvědomovat složitost tehdejší středoevropské mezinárodní politické situace a různá vměšování se, včetně papeže. Praha, odměněná týmž kusem pergamenu řádně nechala změnu svého znaku potvrdit králem (dokonce vícekrát). Zajímavé ale je, že se tak stalo až za nástupce Jiřího z Poděbrad, Vladislava Jagellonského. Což by opět ukazovalo, že Jiří nad těmito (lacinými) listinami císaře jen "mávl rukou" (nekonal, neměl důvod). Na Moravě k ničemu takovému tehdy nedošlo, snad i proto, že část stavů uznávala Jiřího, část Matyáše Korvína atd. Situace byla opravdu vážná a hrozil rozpad soustátí. A co je hlavní, neprosadilo se v praxi. Kdyby král a markrabě či stavovská obec toto tzv. polepšení reflektovali, stalo by se samozřejmostí. K tomu nedošlo. Argument o pozdějším potvrzení privilegia Habsburky, během volebních kapitulací (tj. potvrzování všech zemských práv "en bloc") je irelevantní, neboť šlo o formalitu, aniž by byly řešeny detaily, té které z mnoha společně uchovávaných a "potvrzovaných" středověkých listin, v praxi často neuplatňovaných.

Rozhodující jsou prostě až snahy po roce 1848, kdy se tato listina "politicky" hodila. A dnes takto některým stranám slouží opět, navíc s nesmyslným argumentem, že je to "honosnější", třebaže heraldicky jsou si všechny tinktury rovné. Ano, tito a jiní na to mají (demokratické) právo (ve volbách), ale kéž by si dali poradit, že nesmí toho takto zneužívat = vnucovat svoji volbu laické veřejnosti a obcím pod záminkou lásky k Moravě jako hotovou a danou věc ... ale to je zbytečná diskuze (přesvědčování přesvědčených a zaujatých).

Nás zajímá hlavně jádro listiny, které obsahuje popis změny znaku: „color albus in glaucum sive aureum transmutetur“.

Může nám vrtat hlavou, co je to to glaucum a jak je překládat, když internetový slovník nabízí slova jako modravý, modrošedý, zelenomodrý? Vyzkoušíme tedy nějaký rozsáhlejší. Při snaze dopátrat se řešení a vědecky je podložit dnes využijeme Latinitatis medii aevi lexicon Bohemorum – Slovník středověké latiny v českých zemích, I–II. Praha: Academia 1992, Kabinet pro klasická studia Filosofického ústavu AV ČR, V.V.I.: glauca.

"color albus in glaucum sive aureum transmutetur“ = barva bílá na žlutou/žlutavou neboli zlatou změněna.

Zlato se malířsky patinuje též žlutozelenými odstíny.

Habrich, Alexius (ed.): Iura primaeva Moraviae, Brno 1781, s. 38-42
Kalousek, Josef (ed.): Archiv český čili staré písemné památky české i moravské, Svazek X, Praha 1890, s. 273-274
Bretholz, Berthold: Das mährische Landesarchiv, Seine Geschichte, seine Bestände, s. 124, tab. IX., Brno 1908.
Na straně 124 je listina zaznamenána pod číslem 9 v seznamu popisujícím obsah vitríny č. 1, v níž byla tehdy vystavena, vložena příloha - kopie listiny: barevná reprodukce a přepis.



Habrich, A. (ed.), Iura primaeva Moraviae,
Brno 1781, s. 38
Habrich, A. (ed.), Iura primaeva Moraviae,
Brno 1781, s. 39
Habrich, A. (ed.), Iura primaeva Moraviae,
Brno 1781, s. 40
Habrich, A. (ed.), Iura primaeva Moraviae,
Brno 1781, s. 41
Habrich, A. (ed.), Iura primaeva Moraviae,
Brno 1781, s.42
1)
Přepis textu listiny v práci rajhradských benediktinů Iura primaeva Moraviae z roku 1781 vypadá takto:

"Fridericus divina favente clemencia Romanorum Imperator semper Augustus, Hungarie, Dalmacie, Croacie Rex, ac Austrie, Stirie, Karinthie, & Carniolie Dux, Dominus Marchie Sclavonie ac Portus Naonis, Comes in Habspurg, Tirolis, Pherretis, & in Kyburg, Marchio Burgove, & Landgravius Alsacie. Ad perpetuam rei memoriam. Prisca consvetudo Divorum Romanorum Principum hactenus curavit, & nunc observat, ut de Sacro Imperio bene meritis premia digna reddantur, quibus freti honoribus debitis imperialem Celsitudinem prosequi studeant, & ad fidelia obsequia isti sacre Sedi exhibenda magis invitentur. Cum itaque illustris Marchionatus Moravie, incoleque ipsius, Barones, Nobiles superioribus temporibus reverenciam debitam & servicia omni cura & industria exhibere curabant, ac proinde multas libertates & gracias pariter & honores a Predecessoribus nostris Romanorum Regibus & Imperatoribus meruerunt, quibus fauste & feliciter perpetuis temporibus frui liceat eos & gaudere. Nobis quoque idipsum apud eundem Marchionatum a Predecessorum nostrorum liberalitate recedere non putamus, presertim ex eo, quod presenti tempestatis tempore Capitaneus, Barones, Nobiles, & alij incole ejusdem Marchionatus Moravie, postquam Cives Viennenses, & nonnulli Nobiles Ducatus nostri Austrie honoris immemores & fidelitatis prestite sacramenta violantes non sine injuria nobis rebellare, ac crimen lese Majestatis incurrere temptaverunt, una cum Serenissimo Georgio Rege Bohemiae & Marchione Moravie armorum suorum potencia nobis prompta cum voluntate in auxilium nobis advenerunt, quod nos animo non ingrato accepimus, ac pro ejus obsequii merita remuneracione eis facere, & dare digne statuimus, qua consolati a nobis & sacro Imperio ad placendum & serviciendum majori benevolencia sint affecti. Ideo prefati obsequij nobis grati intuitu Nobilis Heinrici de Lippa Maresskalczi Regni Bohemie, pro tempore Capitanei, Baronum, & Nobilium Marchionatus Moravie prefati supplicacionibus, que nobis obtulerunt hac gracia speciali concedenda; videlicet ut aquile scacate color albus in glaucum sive aureum transmutetur, graciosius annuimus, & non per errorem, aut improvide, sed matura mentis deliberacione, sano Principum, Comitum, Baronum, ac Procerum, aliorumque fidelium nostrorum ad id accedente consilio, de certa sciencia nostra, auctoritate imperiali, de plenitudine nostre Cesaree potestatis predicte Aquile scaccate rubei & albi colorum, qua ipse Marchionatus Moravie hactenus pro armis, & insignibus usus est, colorem album in glaucum aut aureum transmutamus, sic ut is Marchionatus Moravie ex tunc in antea imperpetuum scacatam Aquilam, rubeo & glauco, sive aureo colorum mixtim superductum scacherij adinstar debeat deferre & habere, quemadmodum illa opificis Magisterio in medio presencium sunt coloribus & figuris designata. Quibus armis totaliter dispositis dictus Marchionatus Moravie, quemadmodum prioribus usus & fretus est, in omnibus actibus similiter omnino uti debebit & gaudere perpetuis temporibus in futurum. Nulli ergo omnino hominum liceat hanc nostre annuicionis, transmutacionis, & voluntatis paginam infringere, aut ei auso temerario contraire. Si quis autem hoc attentare presumpserit, nostram & imperij sacri indignacionem gravissimam, nec non penam centum Marcharum auri puri pro una nostri Fisci Erario, pro alia vero medietatibus Marchionatus sive incolis predictis irremissibiliter applicandarum se noverit incursurum. Presencium sub nostre Imperialis Majestatis Sigilli testimonio literarum datum in Newnburga forensi die septima Mensis Decembris. Anno Millesimo, quadringentesimo, sexagesimo secundo, Regnorum nostrorum Romani vicesimo tercio Imperii undecimo, Hungarie vero quarto.

L. S. P.

Ad mandatum Domini Imperatoris proprium.".
 
Listina ze 7. prosince 1462 s barevným znakem je psána latinsky (místo vydání: Korneuburg).

Obsahově je charakterizována takto: "Císař Fridrich jí polepšuje stavům moravského markrabství znak v odměnu za pomoc proti rakouským stavům."

Co tento akt znamenal a jak se k němu postavil zbytek stavovské obce a především český král a markrabě moravský, je předmětem výkladu historiků. Podstatný je historickoprávní  názor, že privilegium nebylo zeměpánem (tj. markrabětem a králem) tehdy potvrzeno a tedy nemohlo v dané době nabýt platnosti, neboť bylo uděleno cizím suverénem jemu nepodléhající zemi! Podle Františka Píchy se to mělo takto: "privilegium bylo platné (mělo všechny právní náležitosti), ale nebylo účinné"; Pícha, Fr., K 550 letům erbovní listiny císaře Fridricha III. pro moravské stavy, Genealogické a heraldické informace 2012, Moravská genealogická a heraldická společnost, o. s. 2013. Brno, 2013, roč. 17 (32), s. 60-80. Opačný případ známe v případě polepšení znaku Prahy (z popudu "zahraničního" císaře a potvrzeno "domácím" českým králem). Níže je vyobrazení miniatury, která je uprostřed listiny vymalována - štítu stráženého a drženého andělem.


Citace zdroje dokumentu: MZA v Brně, A 1 Stavovské listiny, inv. č. 368

2)
Přepis textu listiny v edici Archiv český čili staré písemné památky české i moravské, sv. 10, vypadá takto:

"Fridericus divina favente clementia Romanorum imperator, semper Augustus, Hungarie, Dalmatie, Croatie etc. rex, ac Austrie, Stirie Karinthie et Carniole dux, dominus Marchie Sclavonice ac Portusnaonis, comes in Habspurg, Tirolis, Pherretis et in Kyburg, marchio Burgovie et lanntgravius Alsatie. Ad perpetuam rei memoriam. Prisca consvetudo divorum Romanorum principum hactenus curavit et nunc observat, ut de sacro imperio benemeritis premia digna reddantur, quibus freti honoribus debitis imperialem celsitudinem prosequi studeant et ad fidelia obsequia illi sacre sedi exhibenda magis invitentur. Cum itaqua illustris marchionatus Moravie incoleque ipsius barones et nobiles, superioribus temporibus reverentiam debitam et servitia omni cura et industria exhibere curabant, ac proinde multas libertates et gratias pariter et honores a predecessoribus nostris, Romanorum regibus et imperatoribus, meruerunt, quibus fauste et feliciter perpetuis temporibus frui liceat eos et gaudere.

Nobis quoque id ipsum apud eundem marchionatum a predecessorum nostrorum liberalitate recedere non putamus, presertim ex eo, quod presenti tempestatis tempore capitaneus, barones, nobiles et alii incole eiusdem marchionatus Moravie, postquam cives Wiennenses et nonnulli nobiles ducatus nostri Austrie honoris inmemores et fidelitatis prestite, sacramenta violantes, non sine injuria nobis rebellare ac crimen lese Maiestatis incurrere temptaverunt, una cum serenissimo Georgio, rege Bohemie et marchione Moravie, armorum suorum potentia nobis prompta cum voluntate in auxilium advenerunt, quod nos animo non ingrato accepimus, ac pro eius obsequii merito remunerationem eis facere et dare digne statuimus, qua consolati a nobis et sacro imperio ad placendum et serviendum maiori benivolentia sint affecti.

Ideo prefati obsequii nobis grati intuitu, nobilis Heinrici de Lippa, marskalci regni Bohemie, pro tempore capitanei baronum, et nobilium marchionatus Moravie prefati supplicationibus, que nobis obtulerunt, hac gratia speciali concedenda, videlicet ut aquile scacate color albus in glaucum sive aureum transmutetur, gratiosius annuimus, et non per errorem aut improvide, sed matura mentis deliberatione, sano principum, comitum, baronum et procerum, aliorumque fidelium nostrorum ad id accedente consilio, de certa scientia nostra, auctoritate imperiali, de plenitudine nostre cesaree potestatis, predicte aquile scacate rubei et albi coloris, qua ipse marchionatus Moravie hactenus pro armis et insignibus usus est, colorem album in glaucum aut aureum transmutamus sic, ut is marchionatus Moravie exnunc inantea im perpetuum scacatam aquilam rubeo et glauco sive aureo colore mixtim superductum scacherii adinstar debeat deferre et habere, quemadmodum illa opificis magisterio in medio presentium sunt coloribus et figuris designata. Quibus armis taliter dispositis dictus marchionatus Moravie, quemadmodum prioribus usus et fretus est, in omnibus actibus similiter omnino uti debebit et gaudere perpetuis temporibus in futurum.

Nulli ergo omnino hominum liceat hanc nostre annuitionis, transmutationis et voluntatis paginam infringere, aut ei ausu temerario quovismodo contraire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, nostram et imperii sacri indignationem gravissimam, necnon penam centum marcharum auri puri, pro una nostri fisci erario, pro alia vero medietatibus marchionatui sive incolis supradictis irremissibiliter applicandarum se noverit incursurum. Presentium sub nostre imperialis maiestatis sigilli testimonio literarum datum in Newnburga forensi die septima mensis Decembris, anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo secundo, regnorum nostrorum Romani vicesimo tertio, imperii undecimo, Hungarie vero quarto.

Ad mandatum domini Imperatoris proprium."

3)
Přepis textu listiny v práci Bertholda Bretholze Das mährische Landesarchiv (Moravský zemský archiv) vypadá takto:

"Fridericus divina favente clementia Romanorum imperator, semper augustus, Hungarie, Dalmatie, Croatie etc. rex ac Austrie, Stirie, Karinthie et Carniole dux, dominus marchie Sclavonice ac Portusnaonis, comes in Habspurg, Tirolis, Pherretis et in Kyburg, marchio Burgovie et lanntgravius Alsatie. Ad perpetuam rei memoriam. Prisca consuetudo divorum Romanorum principum hactenus curavit et nunc observat, ut de sacro imperio benemeritis premia digna reddantur, quibus freti honoribus debitis imperialem celsitudinem prosequi studeant et ad fidelia obsequia illi sacre sedi exhibenda magis invitentur. Cum itaque illustris marchionatus Moravie incoleque ipsius, barones et nobiles superioribus temporibus reverentiam debitam et servitia omni cura et industria exhibere curabant ac proinde multas libertates et gratias pariter et honores a predecessoribus nostris, Romanorum regibus et imperatoribus, meruerunt, quibus fauste et feliciter perpetuis temporibus frui liceat eos et gaudere, nobis quoque idipsum apud eundem marchionatum a predecessorum nostrorum liberalitate recedere non putamus, presertim ex eo, quod presenti tempestatis tempore capitaneus, barones, nobiles et alii incole eiusdem marchionatus Moravie, postquam cives Wiennenses et nonnulli nobiles ducatus nostri Austrie honoris inmemores et fidelitatis prestite, sacramenta violantes non sine iniuria nobis rebellare ac crimen lese maiestatis incurrere temptaverunt, una cum serenissimo Georgio rege Bohemie et marchione Moravie armorum suorum potencia nobis prompta cum voluntate in auxilium advenerunt. Quod nos animo non ingrato accepimus ac pro eius obsequii merito remunerationem eis facere et dare digne statuimus, qua consolati a nobis et sacro imperio ad placendum et serviciendum maiori benivolentia sint affecti. Ideo prefati obsequii nobis grati intuitu, nobilis Heinrici de Lippa, marsskalczi regni Bohemie pro tempore capitanei, baronum et nobilium marchionatus Moravie prefati supplicacionibus, que nobis obtulerunt, hac gratia speciali concedenda, videlicet ut aquile scacate color albus in glaucum sive aureum transmutetur, graciosius annuimus et non per errorem aut improvide, sed matura mentis deliberatione, sano principum, comitum, baronum et procerum aliorumque fidelium nostrorum ad id accedente consilio, de certa scientia nostra, auctoritate imperiali de plenitudine nostre cesaree potestatis predicte aquile scacate rubei et albi colorum, qua ipse marchionatus Moravie hactenus pro armis et insignibus usus est, colorem album in glaucum aut aureum transmutamus ; sic ut is marchionatus Moravie ex nunc in antea imperpetuum scacatam aquilam rubeo et glauco sive aureo colorum mixtim superductum scatherii ad instar debeat deferre et habere, quemadmodum illa opificis magisterio in medio presentium sunt coloribus et figuris designata. Quibus armis taliter dispositis dictus marchionatus Moravie, quemadmodum prioribus usus et fretus est, in omnibus actibus similiter omnino uti debebit et gaudere perpetuis temporibus in futurum. Nulli ergo omnino hominum liceat hanc nostre annuicionis, transmutationis et voluntatis paginam infringere aut ei ausu temerario quovismodo contraire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, nostram et imperii sacri indignationem gravissimam necnon penam centum marcharum auri puri, pro una nostri fisci erario, pro alia vero medietatibus marchionatui sive incolis supradictis irremissibiliter applicandarum se noverit incursurum. Presentium sub nostre imperialis maiestatis sigilli testimonio literarum. Datum in Newnburga forensi, die septima mensis decembris, anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo secundo, regnorum nostrorum Romani vicesimo tertio, imperii undecimo, Hungarie vero quarto.

Ad mandatum domini imperatoris proprium."

4)
Přepis textu listiny císaře Fridricha III. v práci Františka Píchy K 550 letům erbovní listiny císaře Fridricha III. pro moravské stavy. Genealogické a heraldické informace 2012, Brno 2013, s. 75-76, vypadá takto:

"Fridericus divina favente clementia Romanorum imperator, semper augustus, Hungarie, Dalmatie, Croatie etc. rex ac Austrie, Stirie, Karinthie et Carniole dux, dominus marchie Sclavonice ac Portusnaonis, comes in Habsburg, Tirolis, Pherretis et in Kyburg, marchio Burgovie et lanntgravius Alsatie. Ad perpetuam rei memoriam.

Prisca consuetudo divorum Romanorum principum hactenus curavit et nunc observat, ut de sacro imperio benemeritis premia digna reddantur, quibus freti honoribus debitis imperialem celsitudinem prosequi studeant et ad fidelia obsequia illi sacre sedi excurabant ac proinde multas libertates et gratia pariter et honores a predecessoribus nostris, Romanorum regibus et imperatoribus, meruerunt, quibus fauste et feliciter perpetuis temporibus frui liceat eos et gaudere, nobis quique idipsum apud eundem marchionatum a predecessorum nostrorum liberalitate recedere non putamus, presertim ex eo, quod presenti tempestatis tempore capitaneus, barones, nobiles et alii incole eiusdem marchionatus Moravie, postquam cives Wiennenses et nonnulli nobiles ducatus nostri Austrie honoris immemores et fideliatis prestite sacramenta violantes non sine iniuria nobis rebellare ac crimen lese maiestatis incurrere temptaverunt, una cum serenissimo Georgio rege Bohemie et marchione Moravie armorum suorum potencia nobis prompta cum voluntate in auxillum advenerunt.

Quod nos animo non ingrato accepimus ac pro eius obsequii merito remunerationem eis facere et dare digne statuimus, qua consolati a nobis et sacro imperio ad placendum et serviciendum maiori benivolentia sint affecti.

Ideo prefati obsequii nobis grati intuitu, nobilis Henrici de Lippa, marsskalczi regni Bohemie pro tempore capitanei, baronum et nobilium marchionatus Moravie prefati supplicacionibus, que nobis obtulerunt, hac gratia speciali concedenda, videlicet ut aquile scacate color albus in glaucum sive aureum transmutetur, graciosius annuimus et non per errorem aut improvide, sed matura mentis deliberatione, sano principum, comitum, baronum et procerum aliorumque fidelium nostrorum ad id accedente consilio, de certa scientia nostra auctoritate imperiali de plenitudine nostre cesaree potestatis predicte aquile scaccate rubei et albi colorum, qua ipse marchionatus Moravie hactenus pro armis et insignibus usus est, colorem album in glaucum aut aureum transmutamus; sic ut is marchionatus Moravie ex nunc in antea perpetuum scaccatam aquilam rubeo et glauco sive aureo colorum mixtim superductum scatherii ad instar debeat deferre et habere, queadmodum illa opificis magisterio in medio presentium sunt coloribus et figuris designata.

Quibus armis taliter dispositis dictus marchionatus Moravie, quemadmodum prioribus usus et fretus est, in omnibus actibus similiter omnino uti debebit et gaudere perpetuis temporibus in futurum.

Nulli ergo omnimo hominum liceat hanc nostre annuicionis, transmutationis et voluntatis paginam infringere aut ei ausu temerario quovismodo contraire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, nostram et imperii sacri indigationem gravissimam necnon penam centum marcharum auri puri, pro una nostri fisci erario, pro alia vero medietatibus marchionatui sive incolis supradictis irremissibiliter applicandarum, se noverit incursurum.

Presentium sub nostre imperialis maiestatis sigilli testimonio literarum.

Datum in Newnburga forensi, die septima mensis decembris, anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo secundo, regnorum nostrorum Romani vicesimo tercio, imperii undecimo, Hungarie vero quarto."

Odposlech překladu Rostislava Svobody předneseného Janem Studeníkem v červnu 2016 "Listina císaře Bedřicha ze 7. prosince 1462 (historický dokument)":

"Bedřich, z Boží milosti římský císař, vždy rozmnožitel říše, král uherský, dalmatský, chorvatský atd. a vévoda rakouský, štýrský, korutanský a kraňský, pán marky slavonské a Pordennone, hrabě v Habsburku, Tyrolsku, Pherretu a Kyburgu, markrabě burgavský a lantkrabě alsaský. Na věčnou připomínku věci. Starý zvyk božských římských vládců až doposud pečoval a nyní dbá, aby těm, kteří se zasloužili o Svatou říši, byly udělovány čestné odměny, a aby opřeni o ony zasloužilé pocty usilovali následovat v císařskou jasnost a aby byli více zváni v prokazování věrné úslužnosti tomu svatému stolci. Když se tedy vznešené Markrabství moravské a jeho obyvatelé, páni a urození, snažili v dřívějších časech povinnou úctu a služby vší péčí a úsilím prokazovat, a proto si od našich předchůdců, římských králů a císařů, vysloužili mnohé svobody a taktéž díky a pocty, které nechť zdárně a šťastně na věčné časy mohou užívat a těšit se z nich, nezamýšlíme v tom, pokud jde o ono markrabství, ustupovat od šlechetnosti našich předchůdců. Především protože v čase současné bouře hejtman, páni, urození a jiní obyvatelé toho Markrabství moravského, poté co se měšťané Vídně a někteří šlechtici vévodství našeho rakouského nepamětlivi cti a porušující přísahy projevené věrnosti ne bez příkoří pokusili proti nám povstat a propadli zločinu urážky majestátu. Spolu s nejjasnějším Jiřím, králem českým a markrabětem moravským, mocí svých zbraní nám přišli s pohotovou ochotou na pomoc. To jsme s myslí ne nevděčnou přijali a jako odplatu její úslužnosti jsme se jim rozhodli učinit a dát odměnu, jíž by byli od nás a Svaté říše velkou šlechetností pohnuti k uspokojení a úslužnosti. Proto s ohledem na řečenou úslužnost nám drahého urozeného Jindřicha z Lipé, maršálka království českého, toho času hejtmana, pánů a urozených řečeného Markrabství moravského, prosbami, které nám přednesli, poskytujeme tuto zvláštní milost. Totiž aby orlice barva bílá na žlutou čili zlatou se změnila, a přeochotně svolujeme, a to nikoli z nevědomosti a nerozvážně, ale po zralém rozvážení a k tomu přibrané moudré radě knížat, hrabat pánů a jiných předních našich věrných. Z bezpečné naší vědomosti císařskou autoritou z plnosti naší císařské moci řečené šachované orlice barev červené a bílé, které ono Markrabství moravské dosud za znak a erb užívalo, měníme barvu bílou na žlutou čili zlatou. Tak aby to Markrabství moravské od teď napříště provždy nosilo a mělo šachovanou orlici barev červené a žluté neboli zlaté, střídavě nanesené na způsob šachovnice, jak jsou vprostřed této listiny péčí umělce v barvách a figurách znázorněny. Takto uspořádaný erb řečené Markrabství moravské, jak dříve užívalo a jím se pyšnilo, ve všech konáních vůbec podobně má užívat a těšit se z něj v budoucích časech navždy. Žádnému vůbec člověku tedy nebudiž dovoleno tuto listinu našeho svolení, přeměny a vůle porušit nebo jí jakkoli pošetilou opovážlivostí vzdorovat. Kdyby se však někdo odvážil se o to pokusit, ať zví, že bude postižen nejtěžším rozhořčením Svaté říše, jakož i nevyhnutelným trestem zaplacení sta hřiven ryzího zlata, jednak naší pokladně, jednak potom zpola markrabství neboli výše řečeným obyvatelům. Pod svědectvím této listiny, pečeti našeho císařského majestátu, dáno v Korneuburgu sedmého dne měsíce prosince léta páně tisícíhočtyřstéhošedesátéhodruhého, království našeho Římského dvacátéhotřetího, císařství jedenáctého, uherského pak čtvrtého. Z vlastního rozkazu pana císaře."