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Brünner Zeitung, 14. června 1915, Brno - otázka vyvěšování praporů

V Moravské orlici z 14. 6. 1915 byl zveřejněn článek týkající se otázky vyvěšování praporů. Tento zde již byl v přepisu zveřejněn jako součást článku věnujícího se moravským zemským barvám v roce 1915 (otázka vyvěšování praporů, uveřejnění schválených nových znaků rakousko-uherského mocnářství a rakouských zemí v říšském zákoníku). Německé znění dokumentu místodržitelství z 11. června vyšlo 14. června 1915 v Brünner Zeitung. Nepatrné rozdíly oproti původnímu textu jsou maličkostmi.

(Zur Frage der Beflaggung.) Aus Anlaß zahlreicher Anfragen über Art und Dauer der Beflaggung bei für unser Vaterland besonders frohen Ereignissen können wir auf Grund der von maßgebender Seite eingeholten Informationen folgendes mitteilen: 1. Die Beflaggung hat in erster Linie in den österreichischen Farben (schwarz-gelb), dann in den ungarischen Farben (rot-weiß-grünn), in den mährischen Landesfarben (gelb-rot) und in den Farben unserer treuen Verbündeten nämlich Deutschlands (schwarz-weiß-rot) und der Türkei (rot mit weißem Halbmond und weißem Stern) zu erfolgen. 2. Bei einer Beflaggung in den Farben anderer Kronländer wäre jedenfalls auch in den Reichsfarben (schwarz-gelb) zu beflaggen, da die alleinige Beflaggung in den Farben eines Kronlandes leicht als Demonstration gegen die Reichsfarben aufgefaßt werden könnte. 3. Die Beflaggung hat in den Städten womöglich von Haus zu Haus lückenlos zu erfolgen. Eine schwache Beflaggung einer Stadt, Stadtteiles usw. müßte als Zeichen mangelnden Patriotismus der Bevölkerung angesehen werden. In den kleineren Ortschaften hätten zumindestens das Gemeindehaus, das Pfarrgebäude, die Schule und ähnliche beflaggt zu werden. 4. Was die Dauer der Beflaggung betrifft, so dürfte im allgemeinen eine 48stündige Beflaggung am entsprechendsten sein. Im übrigen mögen sich die Privatpersonen, was die Dauer der Beflaggung betrifft, nach den öffentlichen Gebäuden richten. Das oft nur aus Bequemlichkeit oder Vergessenheit überlange Hängenlassen von Fahnen wäre unbedingt zu vermeiden. 5. Die Staatsgebäude beflaggen nur aus ganz besonderen Anlässen über höheren Auftrag; dies ist jedoch kein Hindernis für eine initiative möglichst zahlreiche Beflaggung durch die Bevölkerung bei freudigen Anlässen.

11. června 1915, Brno - k otázce o vyvěšování praporů

V novinách Moravská orlice z 14. 6. 1915 byl zveřejněn článek týkající se vyvěšování praporů. Dále následuje tomuto předcházející dokument místodržitelství v této věci z 11. června v německé a české řeči. Polemika nebo kritika se nepřipouštěla.

Důvěrné pokyny j vlajkové výzdobě veřejných budov:

K. k. Statthalterei-Praesidium für Mähren.

Brünn, am 11. Juni 1915.

Zahl: 34294/Praes.

Beflaggung.
2 Beilg.

"Vertraulich!"

An alle Herren k. k. Bezirkshauptmänner, den Herrn k. k. Hofrat und Polizeidirektor in Brünn und den Herrn Leiter des k. k. Polizeikommissariates in Mähr. Ostrau.

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In der Anlage erhalten Euer Hochwohlgeboren eine auf die Beflaggungsfrage bezughabende Notiz mit der Einladung ihren vollständigen Abdruck in der dortbezirkigen Presse ungesäumt veranlassen zu wollen.

Es ist selbstverständlich, dasz bei Abdruck der Notiz jede Berufung auf einen amtlichen Charakter derselben zu unterbleiben hat, gleichzeitig auch, dasz jede Polemik oder Kritik derselben unzulässig ist.

Euer Hochwohlgeboren wollen nötigenfalls in der geeignet erscheinenden Form insbesondere auch darauf einwirken, dasz die Anerkennung für die Tapferkeit der ungarischen Truppen, die sich ebenfalls besonders hervorgetan haben, durch eine entsprechende Beflaggung in der ungarischen Farben zum Ausdrucke kommt.

Der k. k. Statthalter:

z. Zl. 34294 praes. ai 1915.

Zur Frage der Beflaggung.

Aus Anlasz zahlreicher Anfragen über Art und Dauer der Beflaggung bei für unser Vaterland besonders frohen Ereignissen können wir auf Grund der von maszgebender Seite eingeholten Information folgendes mitteilen:

1) Die Beflaggung hat in erster Linie in den österreichischen Farben (schwarz-gelb), dann in den ungarischen Farben (rot-weiss-grünn), in den mährischen Landesfarben (gelb-rot) und in den Farben unserer treuen Verbündeten nämlich Deutschlands (schwarz-weiss-rot) und der Türkei (rot mit weissem Halbmond und weissem Stern) zu erfolgen.

2) Bei einer Beflaggung in den Farben anderer Kronländer wäre jedenfalls auch in den Reichsfarben (schwarz-gelb) zu beflaggen, da die alleinige Beflaggung in den Farben eines Kronlandes leicht als Demonstration gegen die Reichsfarben aufgefasst werden könnte.

3) Die Beflaggung hat in den Städten womöglich von Haus zu Haus lückenlos zu erfolgen. Eine schwache Beflaggung einer Stadt, Stadtteiles u. s. w. müsste als Zeichen mangelnden Patriotismus der Bevölkerung angesehen werden. In den kleineren Ortschaften hätten zumindestens das Gemeindehaus, das Pfarrgebäude, die Schule und ähnl. beflaggt zu werden.

4) Was die Dauer der Beflaggung betrifft, so dürfte im allgemeinen eine 48 stündige Beflaggung am entsprechendsten sein. Im übrigen mögen sich die Privatpersonen, was die Dauer der Beflaggung betrifft, nach den öffentlichen Gebäuden richten. Das oft nur aus Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit überlange Hängenlassen von Fahnen wäre unbedingt zu vermeiden.

5) Die Staatsgebäude beflaggen nur aus ganz besonderen Anlässen über höheren Auftrag; dies ist jedoch kein Hindernis für eine initiative möglichst zahlreiche Beflaggung durch die Bevölkerung bei freudigen Anlässen.

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z. Zl. 34294 praes. ai 1915.

K otázce o vyvěšování praporů.

Vzhledem k četným dotazům jaké prapory dlužno při událostech pro naši vlasť zvláště radostných vyvěsiti a po kterou dobu má výzdoba trvat, sdělujeme na základě informací došlých z příslušného místa, následujíc:

1) Prapory buďtež v prvé řadě v barvách rakouských (černo-žluté) pak v uherských barvách (červeno-bílo-zelené) v moravských zemských barvách (žluto-červené) a v barvách našich věrných spojenců Německa (černo-bílo-červené) a turecka (červené s bílým půlměsícem a bílou hvězdou).

2) Vyvěsí-li se prapory v barvách jiných korunních zemí, dlužno v každém případě též říšskými barvami (černo-žlutou) zdobiti, jelikož samotné vyvěšení praporu v barvách některé korunní země snadno by mohlo býti pokládáno za demonstraci proti barvám říšským.

3) Prapory vyvěsiti dlužno ve městech pokud možno na každém domě. Nedostatečná výzdoba některého města, části města a. t. d. musila by se považovati za nedostatek vlasteneckého smýšlení obyvatelstva. V menších obcích nutno prapory zdobiti nejméně obecní dům, farní budovu, školu a t. d.

4) Pokud se týče doby, po kterou zůstanou prapory vyvěšeny, je výzdoba po 48 hodiny dobou asi nejpřiměřenější. Ostatně mohou se soukromé osoby, pokud se týče trvání výzdoby říditi budovami veřejnými. V každém případě dlužno však se vyvarovati, aby prapor, jak se často z pohodlí neb zapomětlivosti stává, zůstával příliš dlouho vyvěšen.

5) Státní budovy vyvěšují prapory pouze za zcela zvláštních příležitostí na vyšší rozkaz; tato okolnost není však nikterak překážkou, aby obyvatelstvo při radostných příležitostech z vlastního popudu výzdobu svých domů neprovedlo.

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Citace zdroje dokumentu: MZA v Brně, B 13 Moravské místodržitelství – presidium, litografie, kr.

9. května 1915, Brno - opatření vlastních černožlutých vlajek k výzdobě budovy okresního hejtmanství v Uherském Hradišti

Důvěrný pokyn okresnímu hejtmanství v Uherském Hradišti k opatření vlastních černožlutých vlajek pro výzdobu budovy okresního hejtmanství:

K. k. Statthalterei-Praesidium für Mähren.

Brünn, am 9. Mai 1915.

Zahl: 26295/Praes.

Ung. Hradisch, Beflaggung der Bezirkshauptmannschaft.

Abschrift.

"Vertraulich!"

An den Herrn Leiter der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Ung. Hradisch.

Der Herr Amtsleiter werden anläszlich des vorliegenden Falles dringendst eingeladen, ehestens eine schwarz-gelbe Fahne anzuschaffen, da es nicht gänzlich ausgeschlossen ist, dasz einmal später bei irgend einem Anlasse der Umstand zu Unannehmlichkeiten führen könnte, dasz das dortige Amt bezüglich der Beflaggung vor der Gemeinde abhängig ist.

Unter einem wird Veranlassung getroffen, dasz die Gerichtsbehörden vor Beflaggung ihrer Amtsgebäude sich mit der politischen Behörde ins Einvernehmen setzen.

Es wird hiebei ausdrücklich bemerkt, dasz eine Beflaggung des Amtsgebäudes bloss über Weisung des Statthalterei-Praesidiums zu erfolgen hat.

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An alle Herren k. k. Bezirkshauptmänner, den Herrn k. k. Hofrat und Polizeidirektor in Brünn und den Herrn Leiter des k. k. Polizeikommissariates in Mähr. Ostrau

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zur Kenntnisnahme.

Der k. k. Statthalter:

Citace zdroje dokumentu: MZA v Brně, B 13 Moravské místodržitelství – presidium, litografie, kr.

28. května 1909, Brno - způsob provedení vlajkové výzdoby úředních budov při významných událostech

K. k. mähr. Statthalterei-Praesidium.

Z(ah)l: 4036 Praes.

Brünn, am 28. Mai 1909.

Beflaggung von Amtsgebäuden.

An alle Herren k. k. Bezirkshauptmannschaften.

Es ist der Fall vorgekommen, daß am 2. Dezember 1908, als am Tage des Allerhöchsten Regierungsjubiläums, ein Gebäude in welchem eine Staatsbehörde untergebracht ist, mit einer schwarz-rot-gelben Fahne dekoriert war.

Die gepflogenen Erhebungen ergaben, daß der betreffende Amtsvorstand auf die Dekorierung keine Ingerenz genommen hat, diese vielmehr von der Stadtgemeinde als Hauseigentümerin ganz selbständig vorgenommen worden ist. Einen Protest gegen diesen Vorgang hat der Amtsvorstand als aussichtslos unterlassen, da der Gemeinde über die nicht an das Ärar vermieteten Ubikationen des Gebäudes die freie Verfügung vertragsmäßig vorbehalten ist.

Um solchen Vorkommnissen vorzubeugen und da bei einer Beflaggung von Gebäuden, in denen staatliche Behörden oder Ämter untergebracht sind, nur die Reichsfarben gebraucht werden sollen, empfiehlt es sich, beim Abschlusse von Mietvertragen dem Ärar diesbezüglich die Verfügung vorzubehalten.

Die Bezirkshauptmannschaft wird aufgefordert, bei den eventuell dortamts zu pflegenden Verhandlungen über die Mitnahme von Gebäuden für ärarische Zwecke in diesem Sinne vorzugehen.

Der k. k. Statthalter:

Citace zdroje dokumentu: MZA v Brně, B 13 Moravské místodržitelství – presidium, litografie, kr.